26.05.2014

Voller Erfolg am Uhu-Stand im Steinbruch Osterholz bei Oetelshofen Kalk

 

Wuppertal-Hahnenfurth.  Es war wieder soweit: Bei schönstem Frühlingswetter wurden bei Oetelshofen Kalk am 17. und 18. Mai für das interessierte Publikum die Schranken geöffnet. 40 Aussteller aus verschiedenen Bereichen wie Natursteine, Kleinkunst, Gartenbau und kulinarischen Genüssen präsentierten ihre Produkte. Aber auch technische Einrichtungen wie der Steuerstand der Brennöfen oder Großmaschinen fanden reges Interesse. Geduldig beantworteten die Geschäftsführer Jörg und Moritz Iseke die Fragen der Besucher, die teilweise recht detailliert waren.

 

Bei ca. 10 000 Besuchern riss die Schlange an den aufgestellten Spektiven mit Blickrichtung zum Uhu-Brutplatz nicht ab. Hunderte Interessierte wollten die 3 Jungen mit der Mutter am Brutplatz bestaunen. Dabei war das gar nicht so einfach, da die Distanz gut 1000 Meter betrug. Viele haben noch nie durch ein leistungsstarkes Fernrohr geschaut und mussten sich mit etwas Geduld erst einmal zurechtfinden. Hinzu kam, dass die Uhus oft über einen längeren Zeitpunkt regungslos dasitzen und für Laien gar nicht erkennbar sind. So kam dann oft die Aussage: „Ich sehe nichts.“ Antwort: „Sie müssen so lange durch das Fernrohr schauen, bis sich die Uhus bewegen.“ – „Und wie lange dauert das?“ – „Das kann schon mal 1 Stunde und länger dauern.“ – „Wie bitte?“ – „ Ja, das ist im Freiland nicht so wie im Fernsehen oder Internet, wo mit einem Tastendruck freilebende Tiere auf dem Bildschirm erscheinen. Die Realität sieht anders aus.“ – „Ach so.“

 

Interessant auch der Unterschied zwischen Männern, Frauen und Kindern: Männer: Das (Spektiv) muss erstmal eingestellt werden. Dann: „Ich sehe nichts.“ Antwort: „Es war eingestellt.“ Anders die Frauen: Mit mehr Ruhe und Ausdauer waren sie oft erfolgreicher. Am besten waren die Kinder: Nicht abgelenkt durch Nebengedanken und mit noch gut funktionierenden Sinnesorganen, sowie einer erstaunlichen Ruhe waren sie die Erfolgreichsten. Sie waren über die Größe der Uhus erstaunt und erzählten oft, was sie gerade treiben.

 

Viele Fragen mussten beantwortet werden: Wie viele Brutpaare es gibt; wie lange die Jungen gefüttert werden; wovon Uhus leben oder wie weit sie fliegen und viele andere mehr. Fast jeder 2. Besucher hatte am Freitag zuvor in der „Lokalzeit Bergisch Land“ des WDR den Beitrag über die Beringung der jungen Uhus gesehen und waren begeistert, dass es diese sind, die sie nun durch das Fernrohr betrachten konnten.

 

Wieder einmal mehr zeigte sich, dass die Art Uhu bei vielen Menschen eine große Faszination auslöst.