Jedes Produkt nimmt im Kalksteinbruch seinen Anfang. Hier wird das Material gefördert, aus dem unsere moderne Welt besteht.  Eisen und Stahl, Glas, Kunststoff – die Liste der Werkstoffe, die Kalk ermöglicht, ist endlos. Und immer beginnt ihre Produktion hier, wenn aus der Erde Kalkstein geborgen wird und seine erste Veredelung erfährt.

Unser Kalkstein wird durch Sprengung abgebaut, gemahlen und bereits vorsortiert zum Werk transportiert. Gewaltige Mühlen verarbeiten das Material zu Mineralgemischen, Sanden und Splitten, die als begehrter Rohstoff in der Bauindustrie ihre Abnehmer finden. Aber auch die Eisen- und Stahlwerke setzen Kalkstein beim Einschmelzen des Roheisens ein. Die Zuckerindustrie braucht das stückige Material, um Nebenbestandteile aus dem Rohsaft zu entfernen. Und auch im Umweltschutz leistet unser Kalkstein gute Dienste, wenn er im Rauchgas für saubere Luft sorgt.

Jede Karriere hat ihr Burn-out: Bei über 1000 °C wird der Kalkstein zu hochwertigem Branntkalk veredelt. Dabei wird das natürliche Kohlendioxid (CO2), das im Kalkstein (CaCO3) enthalten ist, in mächtigen Brennöfen aus dem Stein getrieben – übrig bleibt der weiße Kalk (CaO), ohne den sich praktisch kein Produkt herstellen lässt. Denn spätestens bei der Stahlherstellung, die ohne Kalk nicht denkbar wäre, käme jene Wertschöpfungskette zum Erliegen, die unsere Gesellschaft bestimmt.

Neben drei modernen Ringschachtöfen ist seit 2007 auch ein GGR-Ofen in Betrieb, der das Nonplusultra der aktuellen Ofenbautechnologie darstellt. Die Gleichstrom-Gegenstrom-Regenerativ-Bauweise sorgt für einen wirtschaftlichen Brennbetrieb, der mit einem Wirkungsgrad von 85% Spitzenwerte erzielt, die weltweit ihresgleichen suchen.